Physik · Chemie · Messtechnik

Wissenschaft & Quellen

So in etwa haben Sie das noch nicht dargestellt bekommen — oder?
Aber es lohnt sich mal so richtig, der Sache auf den Grund zu gehen.
Berechnungen, Messkurven, Primärquellen — und eine freundliche Erklärung, die niemand sonst liefert.

8 Themengebiete Peer-reviewed Quellen Eigene Berechnungen ISO 4406 · SAE · NRCC/STLE

Für Entscheider · Betreiber · Geschäftsführer

Was bisher niemand erklärt hat —
und warum Ihre Anlage wirklich ausfällt

Anbieter von Motor-, Hydraulik- und Isolierölen liefern exakt das, wofür sie beauftragt sind: ein Produkt nach Norm und Spezifikation. Was in der Maschine damit passiert — über Zeit, unter Last, mit Verschmutzung — liegt außerhalb ihres Lieferumfangs.

Dass sauberes Öl länger schützt als verschmutztes, gilt unbestritten. Der logische Schritt daraus war stets derselbe: verschmutztes Öl austauschen. Dieser Umgang ist so selbstverständlich geworden, dass niemand je gefragt hat, ob es eine andere Option gibt.

Die gibt es. Man kann Öl sauber halten — dauerhaft, ohne es auszutauschen.

FLOWLOGIC ist nicht mehr und nicht weniger als die Antwort auf eine Frage, die im eingespielten Verfahren nie gestellt wurde. Eine Ergänzung, die lange fehlte — fast unbemerkt, fast selbstverständlich. Nicht als Gegensatz. Und obendrein mit einer Rendite, die kein anderer Schritt im Betrieb erreicht.
Viele der Entscheider, die heute zu unseren langjährigsten Kunden gehören, waren am Anfang entschieden entscheidungsresistent. Irgendwann kamen sie dann doch. ALDI Süd — seit über 25 Jahren. Nicht weil jemand sie überredet hat. Sondern weil die Rechnung aufgegangen ist.

Sie kennen diese Situation: Eine Hydraulikpumpe versagt. Ein Zylinder dichtet nicht mehr ab. Ein Schlauch platzt — zum dritten Mal, dieselbe Stelle. Der Meister sagt: „Das ist normaler Verschleiß." Die Werkstatt sagt: „Das kommt mit der Zeit." Und Sie als Entscheider akzeptieren das — weil niemand eine bessere Erklärung liefert.

Die Erklärung existiert — sie wird nur selten kommuniziert. In 70–90 % aller Hydraulikausfälle weltweit ist die Ursache identisch: Ölkontamination durch Mikropartikel und Wasser, die kein Standardfilter vollständig entfernt. Das ist kein Marketingversprechen — das ist der dokumentierte Forschungsstand: Parker Hannifin, Bosch Rexroth, NFPA, ISO 4406. Bis zu 9 von 10 Ihrer Ausfälle wären physikalisch vermeidbar.

Was physikalisch in Ihrer Anlage passiert

Öl zirkuliert durch Pumpen, Ventilblöcke, Zylinder und Schläuche. Bei jedem Druckimpuls entstehen durch Abrieb Mikropartikel — kleiner als 5 µm, für das menschliche Auge vollständig unsichtbar. Diese Partikel passen exakt in die Fertigungsspalte Ihrer Bauteile: Ventilschieber, Pumpenschaufeln, Zylinderlaufbuchsen. Sie schleifen — bei jedem Lastzyklus, ohne Unterbrechung.

Hinzu kommt Wasser: Kondensat aus Temperaturschwankungen, oft nur 0,1–0,2 % des Ölvolumens — nahezu unmerklich. Wasser bildet mit Ölabbauprodukten Säure, die Ventilschieber und Zylinderbuchsen von innen korrodiert. An Schlauchbögen entsteht durch Strömungsabriss Kavitation: Druckblasen kollabieren mit lokal bis zu 10.000 bar. Schlauchinnenwände werden zerstört — in Monaten, nicht Jahren.

70–90 %
aller Hydraulikausfälle
durch Ölkontamination
50–200 k€
Stillstandskosten / Stunde
bei ungeplanten Ausfällen
> 15.000 €
typische Folgekosten
eines Pumpentausches
4,6×
schlechtere Schmierfilm-
Tragfähigkeit ohne FLOWLOGIC

Warum der Ölwechsel das Problem nicht löst

Bei einem Ölwechsel werden 85–95 % des alten Öls abgelassen. 5–15 % verbleiben in Leitungen, Ventilblöcken und Zylindern — gemeinsam mit dem gesamten Kontaminationspotenzial aller Bauteiloberflächen. Das frische Öl erreicht das Kontaminationsniveau des alten innerhalb weniger Betriebsstunden. Ölwechsel verschieben das Problem. FLOWLOGIC beseitigt die Ursache.

Was Sie als Entscheider jetzt tun können

Beim nächsten Ausfall — Pumpe, Zylinder, Schlauch — haben Sie jetzt die Grundlage, präzise nachzufragen. Drei Fragen, die jeder Instandhaltungsverantwortliche beantworten können muss:

„Welche Partikelklasse nach ISO 4406 hat unser Öl aktuell?"
„Wie hoch ist der Wassergehalt — und wie messen wir ihn regelmäßig?"
„Was tun wir gegen die Restkontamination, die nach jedem Ölwechsel zurückbleibt?"

Wer FLOWLOGIC kennt und ablehnt, trägt fortan die Begründungslast für jeden weiteren Ausfall — denn die Physik ist dokumentiert, die Kosten sind berechenbar, und die Lösung liegt auf dem Tisch.

Und jetzt kennen auch Sie den Grund

Die Physik ist eindeutig. Die Messungen sind reproduzierbar. Die internationale Fachliteratur ist konsistent. FLOWLOGIC filtert Partikel unter 1 µm — weit unterhalb des Schädigungsbereichs und weit unterhalb dessen, was Standardfilter, Ölwechsel oder Wartungsintervalle je erreichen werden.

Was Sie auf dieser Seite lesen, ist keine Werbung. Es sind Berechnungen, Messergebnisse und zitierbare Quellen. Zeigen Sie diese Seite Ihrem Instandhaltungsverantwortlichen. Fragen Sie, warum Sie das bisher nicht wussten.

COM — Company Oil Management
Stellen Sie sich vor: Ihre 12-jährige Tochter übernimmt das Ölmanagement Ihrer ganzen Firma. Je Fahrzeug, je Anlage: 5 Minuten. Werkzeuglos. Kein Fachpersonal. Kein Tankwagen. Altöl ist als Thema entsorgt — als Thema, nicht als Altöl.
Prima, ne?


W1 · Partikelkontamination

Warum 2–5 µm Partikel 90 % des Verschleißes verursachen

Ist das nicht unvorstellbar? Partikel kleiner als ein Haar um Faktor 20 — unsichtbar, unhörbar — verursachen 90 % des Motorverschleißes. Man lässt es zu, mehr oder weniger, weil niemand einem erklärt, was da wirklich passiert. Schauen Sie sich die Partikelentwicklung an, die Sie nur dann sehen können, wenn Sie Ihr Öl höchstwertig behandeln — und nicht, wenn Sie es einfach ablassen.

Lagerausfälle, Pumpenschäden, Ventilverschleiß — in 75 % der Fälle ist die Ursache Partikelkontamination im Öl. Doch nicht die sichtbaren Grobpartikel sind das Problem. Die entscheidenden Verschleißpartikel sind kleiner als ein Menschenhaar um den Faktor 20.

Das kritische Größenfenster: Lagerluft vs. Partikelgröße

Lager, Ventile und Pumpen haben Fertigungstoleranzen und Betriebsspiele von 1–5 µm. Ein Partikel, der exakt in dieses Spiel passt, wirkt wie Sand im Getriebe — er kann nicht ausweichen, nicht durchgespült werden, sondern schleift unter Lastwechsel permanent die Oberflächen ab.

PartikelgrößeSichtbarkeitStandardfilter PKWVerschleißwirkung
> 40 µmmit bloßem Auge✓ gefiltertGrobpartikel — mechanische Blockage
20–40 µmkaum sichtbar✓ teils gefilterterheblich — beschleunigter Abrieb
10–20 µmMikroskop nötig✗ nicht gefiltertkritisch — passt in Lagerspiele
2–5 µmElektronenmikroskop✗ vollständig wirkungslos90 % des Motorverschleißes
< 1 µmnicht sichtbar✗ kein Filter greiftFLOWLOGIC-Bereich

Kernbefund (SKF Group / NTF Filter): 75 % aller Lagerausfälle sind auf Partikelkontamination zurückzuführen. Davon entfallen 90 % der Verschleißmasse auf Partikel im Bereich 2–5 µm — genau dem Bereich, den kein konventioneller Filter erreicht. Standardfilter PKW setzen erst bei ≥ 20–40 µm an. Die Lücke zwischen Filtergrenze und Schadenszentrum beträgt eine Größenordnung.

ISO 4406 — Reinheitsklassen quantifiziert

Die Norm ISO 4406:2021 klassifiziert Ölreinheit in drei Partikelgrößen (>4 µm, >6 µm, >14 µm). Jede Klassenverbesserung halbiert die Partikelzahl. FLOWLOGIC verbessert die Klasse um mindestens 3 Stufen — das entspricht einer Reduktion um den Faktor 8.

// ISO 4406 Reinheitsklasse — Partikelzahl pro 100 ml Klasse 18/16/13 → bis 1.300.000 / 320.000 / 40.000 Partikel // Standard hydraulisch Klasse 15/13/10 → bis 160.000 / 40.000 / 5.000 Partikel // mit FLOWLOGIC (−3 Klassen) Reduktion: Faktor 8 pro Klasse → gesamt Faktor 512 weniger Partikel

FLOWLOGIC-Fazit

FLOWLOGIC filtert dauerhaft bis < 1 µm — damit wird das gesamte kritische 2–5 µm Fenster abgedeckt. Partikel, die sonst Lager, Ventile und Pumpen abschleifen, werden kontinuierlich aus dem System entfernt. Das Öl verbessert sich mit jeder Betriebsstunde, statt schlechter zu werden.

Der eine kann nur kassieren, wenn der andere blauäugig bezahlt.
Das wollen Sie doch nicht wirklich.

W2 · Additivchemie

ZDDP-Abbau: Warum Öl sein Schutzpotenzial verliert

Die Agglomeration nach der Ostwald'schen Partikelreifung — das hat schon was. Aber niemand kennt sich damit aus. Wäre doch ein Ding, wenn das jeder wüsste, oder? Das ist doch echt erstaunlich: die Physik belegt es, die Chemie zeigt es — und scheint niemanden zu interessieren. Noch nicht.

Motoröl „altert" nicht chemisch — es wird durch Schmutz und den Verbrauch seiner Schutzadditive unbrauchbar. Das wichtigste Additiv ist ZDDP (Zinkdialkyldithiophosphat) — der primäre Verschleißschutz jedes Motoröls. Sein Abbau ist nicht linear und nicht vorhersehbar.

Was ZDDP ist und warum es abbaut

ZDDP bildet bei Kontakt mit Metalloberflächen unter Druck und Temperatur einen glasartigen, schützenden Tribofilm — eine Schutzschicht mit einer Dicke von wenigen Nanometern, die Metall-Metall-Kontakt verhindert. Ohne diese Schicht berühren sich Metalloberflächen direkt. Jeder Kaltstart, jede Volllastphase und jede Kontamination mit Partikeln beschleunigt den Abbau.

// ZDDP-Abbaurate (vereinfacht nach Dini et al. 2025) d[ZDDP]/dt = −k(T) · [ZDDP] · f(Partikel) · f(Kaltstart) // k(T): temperaturabhängige Abbaukonstante (Arrhenius) // f(Partikel): Katalysefaktor durch Metallpartikel im Öl // f(Kaltstart): Spike-Faktor — Kaltstarts verbrauchen bis zu 3× mehr ZDDP Ergebnis: ZDDP-Abbau ist NICHTLINEAR — wird mit jedem Zyklus schneller // ZDDP-Tribofilm-Bildung — Schutzreaktion unter Reibung und Druck ZDDP → ZnO + ZnS + Zn-Phosphat-Glas // T > 150 °C · p > 0,5 GPa // Opferschicht · 50–200 nm · härter als Stahl · regeneriert sich bei Beschädigung // Abrasive Partikel reißen diese Schutzschicht ständig auf → ZDDP wird verbraucht

Die Oxidationskaskade: Wie Öl sich chemisch selbst zerstört

Ölmoleküle reagieren unter Wärme und Sauerstoff in einer selbstverstärkenden Radikalkette. Metallpartikel im Öl wirken dabei als Katalysatoren — schmutziges Öl oxidiert messbar schneller als sauberes. Antioxidantien (u. a. ZDDP) unterbrechen die Kette — werden dabei aber irreversibel verbraucht.

// Oxidationskaskade — Radikalkettenmechanismus // Schritt 1: Initiierung RH + O₂ → R• + HOO• // Kohlenwasserstoff-Radikal entsteht // Schritt 2: Propagation — autokatalytisch (ein Radikal erzeugt das nächste) R• + O₂ → ROO• ROO• + RH → ROOH + R• // Hydroperoxid + neues Radikal // Schritt 3: Termination — ZDDP / Amine unterbrechen hier (irreversibler Verbrauch) ROO• + AH → ROOH + A• → inaktiv // AH = Antioxidans // ROOH → Aldehyde → Fettsäuren → Lacke / Schlamm / Ablagerungen // Metallpartikel im Öl wirken als Katalysatoren — Beschleunigung je nach Studie messbar Sauberes Öl oxidiert nachweislich langsamer als partikelbelastetes Öl — Faktor variiert je Betrieb

Ostwald'sche Partikelreifung: Warum Rußpartikel in den kritischen Bereich wachsen

Rußnanopartikel (5–50 nm) sind thermodynamisch instabil. Sie wachsen durch Ostwald-Reifung und Koagulation kontinuierlich — bis sie den abrasiv kritischsten Bereich (1–5 µm) erreichen. Frühfiltration unter 1 µm unterbricht diesen Wachstumsprozess, bevor kritische Größen entstehen.

// Kelvin-Gleichung — chemisches Potential kleiner Partikel (Ostwald-Reifung) Δμ = (2γ · V_m) / r // γ = Grenzflächenspannung · V_m = molares Volumen · r = Partikelradius // Je kleiner r → desto höher Δμ → kleine Partikel instabiler → lösen sich auf // → Material lagert sich an größere Partikel an → unkontrolliertes Wachstum Rußnanopartikel 5–50 nm → Submikron-Agglomerate → abrasiv kritisch: 1–5 µm FLOWLOGIC-Frühfiltration unter 1 µm unterbricht diesen Prozess physikalisch

Der Nachfülleffekt — warum Öl sich selbst teilweise regeneriert

PKW und Kleintransporter mit 3,5–9 Liter Ölbefüllung verlieren typisch 0,3–1,5 L Öl je 20.000 km durch Verbrennung — hinzu kommt Öl, das beim Wechsel des konventionellen Hauptfilters abgeführt wird (0,5–1,0 L). Mit FLOWLOGIC im Einsatz wird der Hauptfilter weiterhin getauscht, jedoch seltener und ohne das Öl abzulassen. Je nach Fahrzeuggröße ergibt das 20–26 % Frischölnachfüllung alle 20.000 km — mit jedem nachgefüllten Liter werden frische ZDDP-Additive eingebracht. Nach 60.000 km FLOWLOGIC-Betrieb ohne formalen Ölwechsel wurden rechnerisch 50–60 % des Öls durch Frischöl ersetzt — quer durch die gesamte Fahrzeugklasse, vom Kleinwagen bis zum Kleintransporter.

// Frischöl-Anteil nach n Intervallen — PKW bis Kleintransporter (3,5–9 L) F(n) = 1 − (1 − r)ⁿ // r = Frischöl-Austauschrate pro 20.000-km-Intervall (Verbrauch + Hauptfilterwechsel) // Kleinwagen 3,5 L : Verbrauch ~0,3–0,5 L + Hauptfilter ~0,5 L → r ≈ 0,26 (26 %) // Mittelklasse 6 L : Verbrauch ~0,5–0,8 L + Hauptfilter ~0,7 L → r ≈ 0,22 (22 %) // Kleintransp. 9 L : Verbrauch ~1,0–1,5 L + Hauptfilter ~0,8 L → r ≈ 0,23 (23 %) // Beispiel Kleinwagen · 3,5 L · r = 0,26 · n = 3 (= 60.000 km mit FLOWLOGIC): F(3) = 1 − (0,74)³ = 1 − 0,405 = 59,5 % Frischölanteil — kein formaler Ölwechsel // Beispiel Kleintransporter · 9 L · r = 0,23: F(3) = 1 − (0,77)³ = 1 − 0,457 = 54,3 % Frischölanteil — kein formaler Ölwechsel

Kritischer Punkt: Metallpartikel im Öl wirken als Katalysatoren für den ZDDP-Abbau. Schmutziges Öl verbraucht seine Schutzadditive nachweislich schneller als sauberes Öl — der genaue Faktor hängt vom Betrieb ab, die Richtung ist physikalisch unbestreitbar. Das bedeutet: je schmutziger das Öl, desto schneller baut ZDDP ab — ein sich selbst beschleunigender Prozess.

FLOWLOGIC-Fazit

FLOWLOGIC hält das Öl dauerhaft sauber — damit entfällt der katalytische ZDDP-Abbau durch Metallpartikel. Der natürliche Nachfülleffekt (Frischöl-Ergänzung) reicht aus, um den ZDDP-Spiegel dauerhaft hoch zu halten. Das Ergebnis: Wechselintervalle von 5× bis 10× gegenüber dem Standard — und oft auch mehr sind physikalisch erklär- und belegbar.

Einen Wertstoff, der noch 80 % seiner Kapazität hat, sinnlos vernichten — das wollen Sie doch nicht wirklich. Nicht weil Sie müssen. Nur weil niemand Ihnen erklärt hat, was er noch kann.

W3 · Motoröl · Kurzstrecke

Kurzstrecke und Wasser im Motoröl: Säurebildung und Korrosion

Die Physik belegt es, die Chemie zeigt es — und scheint niemanden zu interessieren. Doch stopp: genau hier sind wir an dem Punkt, wo es spannend wird. Denn nun wissen Sie es auch.

Kurzstreckenfahrzeuge — Fahrzeuge, die selten länger als 10–15 km am Stück gefahren werden — unterliegen einem besonderen Schädigungsmechanismus, der mit klassischen Ölwechselintervallen nicht beherrschbar ist. Die Ursache: Kondenswasser, das sich im Motor nicht vollständig verflüchtigt.

Der Mechanismus: Kondensation → Wasser → Säure → Korrosion

PhaseVorgangFolge
KaltstartVerbrennung erzeugt Wasserdampf (H₂O) und Blow-by-Gase (SO₂, NOₓ)Wasser kondensiert im kalten Kurbelgehäuse
KurzstreckeMotor erreicht max. 70–85 °C Öltemperatur — Wasser verdampft erst ab 100 °CWasser verbleibt im Öl, akkumuliert über viele Kurzstrecken
Wassergehalt >0,1 %Wasser + SO₂/NOₓ (Blow-by) → H₂SO₃, HNO₂ (schweflige / salpetrige Säure)TBN (Basenzahl) wird verbraucht — Schutzmechanismus erschöpft sich
TBN erschöpftFreie Säuren greifen Metallteile an — Lager, Zylinderwände, NockenKorrosionsverschleiß — unsichtbar, aber messbar
StillstandskorrosionWasser setzt sich auf Metalloberflächen ab — Oxidation über Nacht/WochenendeRostnarben an Lagerflächen nach Kaltstart abrasiv
// Säurebildungsreaktion im Öl (vereinfacht) SO₂ + H₂O → H₂SO₃ (schweflige Säure) 2 NO₂ + H₂O → HNO₃ + HNO₂ (Salpetersäure / salpetrige Säure) // TBN-Verbrauch (Basenzahl als Neutralisationspuffer) TBN_neu ≈ 8–10 mg KOH/g → Schutzdauer bei Kurzstrecke: oft < 8.000 km

Castrol-Studie (repräsentative Ölprobenanalyse)

In jeder zweiten ausgewerteten Ölprobe wurden Fremdstoffe wie Kondenswasser und Kraftstoffrückstände nachgewiesen. Kondenswasser senkt die Schmierleistung und verringert den Korrosionsschutz durch zunehmende Säurebildung. Gerade bei häufigem Kurzstreckenbetrieb ist die Ölalterung deutlich beschleunigt.

FLOWLOGIC-Fazit für Kurzstreckenfahrzeuge

FLOWLOGIC absorbiert Wasser nahezu vollständig aus dem Öl — damit wird die Säurebildungs-Kette bereits am Ursprung unterbrochen. Kein Wasser → keine Säure → kein TBN-Verbrauch → kein Korrosionsverschleiß.

Empfehlung bei reinem Kurzstreckenbetrieb: Filtereinsatz im halben Intervall wechseln (z. B. alle 5.000 km statt 10.000 km), da die Wasseraufnahmekapazität des Einsatzes bei dauerhaft hohem Wassereintrag schneller erschöpft wird.


W4 · Hydraulik · Eigene Berechnung

Hydraulikschläuche: Schäden von innen — physikalisch berechnet

Sehen Sie, wie sich das entwickelt? Drei Mechanismen. Gleichzeitig. An derselben Stelle. Und jedes Mal wenn der Schlauch platzt, heißt es: normaler Verschleiß. Vielleicht. Oder es ist Wasser im Öl — und niemand hat Ihnen erklärt, was das an einem Bogen anrichtet.

Schlauchdefekte an Hydraulikanlagen treten überproportional an Bögen auf — und meist beginnen sie von innen. Äußere Einflüsse (Scheuern, UV, Alterung) erklären das nicht vollständig. Die folgende Berechnung zeigt, warum Wasser im Hydrauliköl an jedem Bogen eine dreifache Schadwirkung entfaltet.

Systemparameter der Berechnung

GrößeWertBemerkung
Innendurchmesserd = 25 mmtypischer Hydraulik-Druckschlauch
Bogenwinkel60°häufige Montagegeometrie
BiegeradiusR = 100 mm = 4 × dNormminimum EN ISO 6945
BetriebsdruckP₀ = 200 barStandard Mobilhydraulik
DurchflussQ = 100–150 L/minmittlere Baumaschine / Landmaschine
Öldichteρ_öl = 870 kg/m³ISO 46 Hydrauliköl bei 50 °C
Ölviskositätμ = 0,046 Pa·sISO 46, 50 °C Betriebstemperatur
Wasseranteil1 % (0,5–2 % typisch)gemessene Praxiswerte, Castrol-Studie

Strömungsgeschwindigkeit im Schlauch

// Querschnittsfläche A = π/4 · d² = π/4 · (0,025)² = 4,91 × 10⁻⁴ m² // Strömungsgeschwindigkeit bei Q = 150 L/min = 2,5 × 10⁻³ m³/s v = Q / A = 2,5×10⁻³ / 4,91×10⁻⁴ = v ≈ 5,1 m/s

Mechanismus 1: Partikel 2–10 µm — Stokes-Zahl

Die Stokes-Zahl beschreibt, ob ein Partikel einer Kurve folgt (St ≪ 1) oder geradeaus schießt (St ≫ 1).

// Stokes-Zahl für Stahlpartikel 10 µm, v = 5 m/s, R = 0,1 m, μ = 0,046 Pa·s St = (ρ_p · d_p² · v) / (18 · μ · R) = (7800 · (10⁻⁵)² · 5,1) / (18 · 0,046 · 0,1) = (7800 · 10⁻¹⁰ · 5,1) / 0,0828 = St = 4,8 × 10⁻⁶ ≪ 1 // Partikel folgen dem Ölstrom — kein Kanonenkugeleffekt bei 2–10 µm // Gleichmäßige Schleifwirkung über die gesamte Wandfläche (diffuse Erosion)

Mechanismus 2: Zentrifugale Wasserseparation

Wasser (ρ = 1000 kg/m³) ist schwerer als Öl (ρ = 870 kg/m³). An jedem Bogen wirkt auf das Fluid eine Zentrifugalbeschleunigung, die Wasser zuverlässig an die Außenwand treibt.

// Zentrifugalbeschleunigung im Bogen a_c = v² / R = 5,1² / 0,1 = 260 m/s² = 26,5 g // Netto-Radialkraft auf Wassertropfen relativ zum Öl a_netto = a_c · (1 − ρ_öl / ρ_w) = 260 · (1 − 870/1000) = 33,8 m/s² = 3,4 g // Wasser wird mit 3,4× der Erdbeschleunigung an die Bogenaußenwand gedrückt // Bei jeder Kurve — Akkumulation über mehrere Bögen

Mechanismus 3: Wasserschlag-Druckspitze (Joukowski)

Der akkumulierte Wasserbolzen trifft auf die Außenwand des Bogens. Das Joukowski-Theorem beschreibt den resultierenden Druckstoß — das Standardwerk der Strömungslehre für Druckschlag in Leitungen.

// Joukowski-Druckschlag-Gleichung ΔP = ρ_w · c_w · v_impact // Schallgeschwindigkeit in Wasser: c_w = 1480 m/s // Aufprallgeschwindigkeit (Komponente senkrecht zur Wand, 60°-Bogen): v_impact = v · sin(30°) = 5,1 · 0,5 = 2,55 m/s ΔP = 1000 · 1480 · 2,55 = 3,77 × 10⁶ Pa = 37,7 bar // Momentaner Maximaldruck an der Aufprallstelle: P_max = 200 bar + 37,7 bar = 237,7 bar // zyklisch, viele Male pro Minute

Mechanismus 4: Kavitations-Erosion

An der Bogeninnenseite entsteht gleichzeitig eine Druckabsenkung durch die Zentrifugalströmung. Wasserdampfblasen entstehen, die im anschließenden Hochdruckbereich schlagartig kollabieren.

// Dynamischer Druckabfall an der Bogeninnenkante ΔP_innen = ρ_öl · v² / 2 = 870 · 5,1² / 2 = 11.325 Pa ≈ 0,11 bar Unterdruck // Rayleigh-Kavitations-Kollaps-Druck (vereinfacht) P_kollaps ~ 10³ bis 10⁴ bar // lokal, Mikrosekunden-Impuls // Vergleich mit Streckgrenze Schlauch-Innenliner (Gummi/Thermoplast) σ_y (Gummi) ≈ 15 MPa = 150 bar Überschreitungsfaktor: 67× bis 670× über Materialstreckgrenze pro Impuls // Millionen Zyklen → Materialermüdung → Lochfraß von innen

Ergebnisübersicht: Drei simultane Schadensmechanismen

MechanismusOrt am BogenDruckspitzeWirkung
Zentrifugale WasserakkumulationAußenwandWasser konzentriert sich zuverlässig an Bögen
Joukowski-WasserschlagAußenwand+38 bar zyklischErmüdungsrisse der Innenwand
Kavitations-ErosionInnenwand + Außenwandbis 10.000 bar (µs)Lochfraß, Delamination der Innenauskleidung

Erklärung beobachteter Schadensmuster

Schlauchdefekte beginnen von innen, an Bögen — nicht durch äußere Einwirkung. Alle drei Mechanismen treffen gleichzeitig auf denselben Punkt. Schlauchprüfungen nach DGUV/BGG sind gesetzlich vorgeschrieben, weil diese Schäden nicht vorhersehbar von außen sichtbar sind — die Innenwand versagt zuerst. Quelle der physikalischen Grundlagen: Joukowski (1900), Rayleigh (1917), bestätigt durch CFD-Studie (ResearchGate, 2013).

FLOWLOGIC-Fazit

FLOWLOGIC entfernt Wasser nahezu vollständig aus dem Hydrauliköl. Mit 100 % Wasserentzug entfallen alle drei Schadensmechanismen gleichzeitig: keine Zentrifugalakkumulation, kein Joukowski-Druckschlag, keine Kavitations-Erosion. Der Schlauch „sieht" nur noch homogenes, sauberes Öl bei konstantem Betriebsdruck. Längere Schlauchlebensdauer ist eine direkte, physikalisch belegbare Folge.


W5 · Tribologie · Messtechnik

Schmierfilm-Tragfähigkeit: Reichert-Verschleißwaage

Huch — wer hätte das gedacht? Ein Öl wird besser und nicht schlechter? Vielleicht ist es deshalb nicht breit in der Öffentlichkeit. Man stelle sich vor, jeder Liter Öl würde nur in Ausnahmefällen getauscht werden müssen. Und was könnte nun hindern, noch mehr ins Detail zu gehen?

Die Reichert-Verschleißwaage ist das standardisierte Messverfahren für Schmierfilm-Tragfähigkeit — die Fähigkeit des Öls, unter Last zwei Metalloberflächen zu trennen. Mit FLOWLOGIC steigt diese Tragfähigkeit auf das 4,5-Fache. Hier ist der physikalische Grund.

Messprinzip der Reichert-Waage

Ein rotierendes Stahlplättchen wird unter definierter Last gegen eine flache Gegenfläche gedrückt — mit dem Prüföl als Schmiermittel dazwischen. Gemessen wird, bei welcher Last der Schmierfilm versagt und Metall-Metall-Kontakt entsteht. Je höher die Lasttragefähigkeit, desto besser schützt das Öl unter realen Betriebsbedingungen.

ZustandLasttragefähigkeitInterpretation
Frisches Öl, ungefiltert100 % (Referenz)Ausgangszustand
Standard-Öl nach 25.000 km~75 %Partikel schädigen Tribofilm
Standard-Öl nach 50.000 km~55 %ZDDP abgebaut, Partikel akkumuliert
Standard-Öl nach 100.000 km~40–50 %Ölwechsel-Treppenmuster
Mit FLOWLOGIC, 100.000 km450 % (4,5×)Nano-Schutzschicht, sauberes Öl, ZDDP erhalten

Warum FLOWLOGIC den Schmierfilm verbessert

// Schmierfähigkeit als Funktion der Ölreinheit (vereinfacht) η_eff = η_basis · (1 − f_partikel) · f_ZDDP · f_nano // f_partikel: Schädigungsfaktor durch Abriebpartikel (0 = keine Partikel, 1 = vollständig geschädigt) // f_ZDDP: ZDDP-Restgehalt (0–1, sinkt ohne Filtration) // f_nano: Verstärkungsfaktor durch Nano-Schutzpartikel aus Filtermedium // Mit FLOWLOGIC: f_partikel → 0, f_ZDDP → 1, f_nano > 1 η_eff > η_basis — Öl wird mit der Zeit BESSER, nicht schlechter

Messung: NRCC / STLE (National Research Council of Canada)

Langzeit-Messreihe über 100.000 km Äquivalenz-Laufleistung. Reichert-Methode (ASTM D3233-standardisiertes Verfahren). Ergebnis: 4,5× höhere Schmierfilm-Tragfähigkeit mit FLOWLOGIC gegenüber Standard-Filtration ohne Nebenstrom-Feinfilter. Weniger Verschleißmasse, messbar geringere Oberflächenrauheit nach Langzeitbetrieb.

FLOWLOGIC-Fazit

Das Öl konditioniert sich selbst: Abriebpartikel werden dauerhaft entfernt, ZDDP-Additive bleiben erhalten, Nano-Partikel aus dem Filtermedium bilden eine tribologische Schutzschicht an Laufflächen. Das Öl wird ohne Wechsel messbar besser — nicht schlechter. Belegt in industrieller Langzeitmessung (NRCC, Reichert-Methode, 100.000 km Äquivalenz).


W6 · Verbrennungschemie · Motoröl

Thermisches Cracken und Blow-by: Wie der Zylinder das Öl zerstört

Doch stopp — genau hier sind wir an dem Punkt, wo es wirklich spannend wird. Denn was im Zylinder passiert, hat jeder schon gefühlt — aber kaum jemand weiß, was da auf molekularer Ebene mit dem Öl passiert. Nun wissen Sie es auch. Und was sollte Sie noch hindern, noch tiefer einzutauchen?

Jeder Verbrennungsmotor erzeugt bei jedem Arbeitstakt aggressive Verbrennungsrückstände. Ein unvermeidbarer Teil dieser Gase — Blow-by genannt — passiert die Kolbenringe und gelangt ins Kurbelgehäuse. Dort trifft er auf das Motoröl. Was folgt, ist der am häufigsten unterschätzte Schädigungsmechanismus im Betrieb.

Thermisches Cracken: Kettenspaltung bei hohen Temperaturen

Motoröl besteht aus langen gesättigten Kohlenwasserstoffketten (C₁₄–C₃₄). An heißen Stellen — Kolbenhemd, Turbolager, Einspritznähe (bis 350 °C) — reißen diese Ketten homolytisch auf. Ein Kohlenstoff-Radikal entsteht: der Startpunkt einer sich selbst beschleunigenden Oxidationskaskade.

// Homolytische Kettenspaltung — Hexadecan als Modellmolekül C₁₆H₃₄C₈H₁₈ + C₈H₁₆ // Oktan (Alkan, stabil) + Okten (Alken, reaktiv) // β-Eliminierung → Alkenbildung (Radikalkette) –CH₂–CH₂•CH₂=CH₂ + H• // Ethylen + H-Radikal // Alkene + O₂ → Peroxide → Aldehyde → Säuren → Lacke / Ablagerungen Cracking ist irreversibel — und selbstverstärkend: Radikale katalysieren weiteres Cracken

Blow-by: Der Weg der Verbrennungsprodukte ins Öl

Im Zylinder entstehen bei Spitzendruck (bis 180 bar, ~2.500 °C) Stickoxide nach dem Zeldovich-Mechanismus, SO₂ aus Schwefelspuren im Kraftstoff und nanoskalige Rußpartikel. Trotz Kolbenringen entweicht ein Anteil ins Kurbelgehäuse — dieser Blow-by ist physikalisch nicht vollständig zu verhindern. Das Entscheidende: er ist harmlos, solange kein Wasser da ist.

Blow-by-KomponenteHerkunftAllein im Öl+ Kondenswasser
SO₂ (Schwefeldioxid)Schwefel im Kraftstoffgelöst, inertH₂SO₃ → H₂SO₄
NOₓ (Stickoxide)Zeldovich-Reaktiongelöst, inertHNO₂ + HNO₃
Rußpartikel (10–100 nm)unvollständige VerbrennungKatalysator: ZDDP-AbbauSchleifkörper + Ölverdickung
KondenswasserH₂O aus Verbrennung + Kühlungverbleibt bei < 100 °CReaktionspartner: SO₂ + NOₓ → Säure
// Zeldovich-Mechanismus (NOₓ-Bildung, T > 1600 °C im Zylinder) N₂ + O• → NO + N• N• + O₂ → NO + O• // Kettenreaktion → 2 NO je Zyklus // Blow-by → Säurebildung im Kurbelgehäuse SO₂ + H₂O → H₂SO₃ → H₂SO₄ // Schwefelsäure 3 NO₂ + H₂O2 HNO₃ + NO // Salpetersäure (korr. Stöchiometrie) Schlüsselerkenntnis: SO₂ und NOₓ sind allein chemisch harmlos. Erst Wasser erzeugt Mineralsäure. „Kein Wasser — keine Mineralsäure."

Kumulativer Verstärkungseffekt: Rußpartikel und Cracking-Produkte katalysieren den ZDDP-Abbau (→ W2). Mehr Partikel → schnellerer ZDDP-Abbau → weniger Schutzfilm → mehr Metallabrieb → noch mehr katalytisch aktive Partikel. Der Prozess ist nicht-linear und selbstverstärkend. Jeder Betriebszyklus ohne Partikelentfernung beschleunigt den nächsten Schädigungsschritt.

FLOWLOGIC-Fazit

FLOWLOGIC unterbricht die Kaskade an beiden Ursprüngen: Rußpartikel unter 1 µm werden dauerhaft aus dem Öl entfernt — der katalytische ZDDP-Abbau entfällt. Gleichzeitig wird Wasser nahezu vollständig absorbiert: kein Wasser → keine Mineralsäure → kein TBN-Verbrauch → kein Korrosionsverschleiß. Was im Zylinder unvermeidlich entsteht, wird im Filter gestoppt — bevor es wirkt.


W7 · Tribologie · Physikalische Grundlagen

Physik der Schmierung: Stribeck-Kurve, Schmierfilm und Archards Gesetz

Was könnte nun hindern, noch mehr ins Detail zu gehen? Nichts. Hier ist die Physik dahinter — und sie erklärt, warum sauberes Öl nicht nur gleich gut, sondern messbar besser schützt als frisches, ungefiltertes Öl. Das klingt paradox. Aber nach diesem Kapitel werden Sie es nicht mehr bezweifeln.

Warum ein um 20 % dünnerer Schmierfilm zu zehnfach höherem Verschleiß führen kann — und warum sauberes Öl nicht nur gleichwertig, sondern messbar besser schützt als frisches Öl. Drei physikalische Gesetze, die seit einem Jahrhundert bekannt sind — hier erstmals gemeinsam auf FLOWLOGIC angewendet.

Newton'sches Reibungsgesetz: Viskosität trägt den Schmierfilm

Öl ist ein viskoses Medium: es widersteht der Scherung. Diese Eigenschaft — die dynamische Viskosität η — bestimmt, wie dick der Schmierfilm zwischen zwei Metallflächen unter Last bleibt. Partikel im Öl erhöhen die lokale Scherspannung und degradieren η effektiv.

// Newton'sches Reibungsgesetz τ = η · (dv/dy) // [Pa] = [Pa·s] · [1/s] // τ = Scherspannung [Pa] · η = dynamische Viskosität [Pa·s] // dv/dy = Scherrate (Geschwindigkeitsgradient senkrecht zur Schmierebene) // Partikel ≥ Spaltbreite erzeugen lokale Spannungsspitzen: η_eff (schmutzig) > η_rein Wirkung: Schmutziges Öl erzeugt höhere Reibung — mehr Energieverlust, mehr Wärme, mehr Abrieb

Temperaturabhängigkeit der Viskosität

Viskosität sinkt exponentiell mit steigender Temperatur. Heiße Lager haben dünnere Schmierfilme — gleichzeitig nehmen Partikel-Spannungsspitzen zu. Beide Effekte verstärken sich gegenseitig: mehr Wärme und mehr Partikel bedeuten überproportional mehr Verschleiß.

// Arrhenius-Näherung — Temperaturabhängigkeit der dynamischen Viskosität η(T) = A · e^(B/T) // T = absolute Temperatur [K] · A, B = ölspezifische Konstanten // Beispiel SAE 10W-40: η ≈ 100 mPa·s bei 40 °C → ~14 mPa·s bei 100 °C // Folge bei Überhitzung oder Partikelbelastung: η sinkt → h_min sinkt → Λ < 1 → Grenzreibung — Metallkontakt Partikel + Temperaturanstieg kombiniert: EHD-Schmierfilm bricht überproportional zusammen

Die Stribeck-Kurve: Drei Reibungsregime

Die Stribeck-Kurve (1902) zeigt, wie der Reibungskoeffizient µ mit zunehmender Filmdicke abfällt. Der entscheidende Parameter ist Λ (Lambda) — das Verhältnis von minimaler Schmierfilmdicke h_min zur kombinierten Oberflächenrauheit Ra. Sinkt Λ unter 1, berühren sich Metallflächen direkt: der Verschleiß beginnt.

RegimeΛ = h_min / RaReibungskoeffizient µVerschleiß
GrenzreibungΛ < 1µ = 0,08–0,15Direkter Metallkontakt — maximaler Verschleiß
MischreibungΛ = 1–3µ = 0,02–0,08Partieller Kontakt — kritischer Übergangsbereich
Hydrodynamisch (EHD)Λ > 3µ = 0,001–0,01Vollständige Trennung — kein Metallkontakt
// Minimale Schmierfilmdicke — EHD-Theorie (Hamrock-Dowson, vereinfacht) h_min ∝ (η₀ · U)^0.7 · R^0.43 / (E' · F)^0.13 // η₀ = Nulldruck-Viskosität [Pa·s] · U = Gleitgeschwindigkeit [m/s] // R = äquivalenter Krümmungsradius · E' = reduzierter E-Modul · F = Normalkraft // Partikel degradieren η₀ effektiv → h_min sinkt → Λ < 1 → Grenzreibung Beispiel: 20 % Viskositätsverlust → ~14 % dünnerer Film → Stribeck-Regime wechselt → 10× mehr Verschleiß

Archards Verschleißgesetz: Die Quantifizierung

Das Archard'sche Verschleißgesetz (1953) quantifiziert abrasiven Verschleiß präzise. Der Verschleißkoeffizient k ist die entscheidende Größe — er steigt drastisch, sobald Fremdpartikel im Öl 3-Körper-Abrasion einleiten.

// Archard'sches Verschleißgesetz W = k · F · s / H // W = Verschleißvolumen [m³] · k = dimensionsloser Verschleißkoeffizient // F = Normalkraft [N] · s = Gleitweg [m] · H = Vickershärte [Pa] // 2-Körper (sauberes Öl) vs. 3-Körper (Partikel zwischen Metallflächen): k₂ (sauber) ≈ 10⁻⁵ – 10⁻⁴ k₃ (Partikel) ≈ 10⁻³ – 10⁻² // 10× bis 100× höherer Verschleiß Mit FLOWLOGIC: k → k₂-Minimum — Reichert-Messung: 4,5× höhere Tragfähigkeit direkt bestätigt

Verbindung zur Reichert-Messung (W5)

Der Faktor 4,5× aus der Reichert-Messung ist kein Laborartefakt — er ist die direkte physikalische Konsequenz von Archards Gesetz: FLOWLOGIC hält k minimal, indem es 3-Körper-Abriebpartikel dauerhaft entfernt und η₀ durch Reinheit auf Sollniveau hält. Die Stribeck-Kurve bleibt im hydrodynamischen Regime — kein Metall berührt Metall, kein Archard-Verschleiß setzt ein.

FLOWLOGIC-Fazit

Sauberes Öl ist physikalisch überlegen — nicht nur sauberer. FLOWLOGIC hält η₀ konstant (kein Partikeleinfluss auf Viskosität), sichert h_min (Schmierfilm bleibt für Λ > 3 dick genug) und eliminiert 3-Körper-Abrasion (k bleibt minimal nach Archard). Das Ergebnis: Das Öl wird mit der Zeit besser — nicht schlechter. Frisches, ungefiltertes Öl ist bereits nach wenigen Betriebsstunden kontaminiert und schlechter als dauerhaft gefiltertes Altöl.

Und man lässt es zu — mehr oder weniger — weil niemand darüber aufgeklärt wird. Einen Wertstoff, der noch 80 % seiner Kapazität hat, völlig sinnlos zu vernichten. Das wollen Sie doch nicht wirklich, oder?


W8 · Isolieröle · Betriebssicherheit · IEC 60422

Isolieröle: Betriebssicherheit, Norm-Konformität und dauerhafter Schutz

Hier ist ein Markt, der keine Überzeugungsarbeit braucht — weil die Norm die Arbeit bereits erledigt. Wer einen Transformator betreibt, muss die Ölqualität einhalten. Wer FLOWLOGIC einsetzt, erfüllt die Norm dauerhaft — ohne manuellen Eingriff, ohne Produktionsausfall, ohne sechsstellige Reparaturrechnung.

Isolieröle in Transformatoren und Schaltanlagen erfüllen eine Doppelfunktion: elektrische Isolation und Wärmeableitung. Wasser ist hier der kritischste Kontaminant — bereits wenige ppm senken die Durchschlagspannung dramatisch. IEC 60422 und DIN VDE 0370 schreiben Grenzwerte vor, die mit konventioneller Wartung kaum dauerhaft einzuhalten sind. Mit FLOWLOGIC: automatisch und kontinuierlich.

Warum Wasser im Isolieröl katastrophal ist

Die Durchschlagspannung — die Fähigkeit des Öls, elektrischen Strom zu isolieren — sinkt nichtlinear mit steigendem Wassergehalt. Der Zusammenhang ist physikalisch eindeutig und normativ geregelt. Ein Transformator, der aus der Norm fällt, ist eine Gefahrenquelle.

// Durchschlagspannung vs. Wassergehalt — Näherungsbeziehung U_d ~ 1 / √(c_H₂O) // U_d = Durchschlagspannung [kV] · c_H₂O = Wasserkonzentration [ppm] // Beziehung ist stark nichtlinear — kleine Wassermengen, große Wirkung // SO₂/NOₓ aus Alterung + Wasser → H₂SO₄ → senkt U_d zusätzlich und greift Isolation an Kein Wasser — keine Mineralsäure — keine Isolation in Gefahr
Wassergehalt (ppm)DurchschlagspannungZustandMaßnahme
< 10 ppm> 70 kVNeuöl / IdealKeine — FLOWLOGIC hält diesen Wert
10–30 ppm50–70 kVNorm erfülltMonitoring
30–60 ppm35–50 kVGrenzbereichTrocknung einleiten
> 60 ppm< 35 kVKritischSofortmaßnahme — Durchschlaggefahr

IEC 60422 / DIN VDE 0370 — Die Norm als Treiber

Betreiber von Transformatoren und Schaltanlagen sind normativ zur Ölüberwachung verpflichtet. Die Grenzwerte lassen keinen Interpretationsspielraum — wer sie unterschreitet, riskiert Abschaltung, Versicherungsverlust und Haftung. FLOWLOGIC erfüllt die Norm kontinuierlich, ohne dass manuell eingegriffen werden muss.

ParameterNeuöl (Zielwert)Betrieb OKGrenzwert / Maßnahme
Durchschlagspannung (kV)> 70> 50< 30 → Sofortmaßnahme
Wassergehalt (ppm)< 10< 30> 50 → Trocknung
Säurezahl TAN (mg KOH/g)< 0,01< 0,1> 0,3 → Erneuerung prüfen
Verlustfaktor tan δ (90 °C)< 0,001< 0,01> 0,05 → kritisch
Partikel ISO 4406< 15/13/10< 17/15/12> 19/17/14 → filtrieren

Das Kostenargument — konkret

Ein 10.000-Liter-Transformator benötigt ohne kontinuierliche Pflege regelmäßige manuelle Ölaufbereitung: typisch 8.000–15.000 € pro Zyklus (Spezialtechnik, Downtime, Logistik). Mit FLOWLOGIC entfällt dieser Zyklus vollständig. Ein ungeplanter Ausfall durch Durchschlag kostet: Schadensfolgekosten sechsstellig (Produktionsstillstand, Kurzschluss, Brandgefahr, Versicherungsfall).

FLOWLOGIC ist hier kein Kostensparer — es ist eine Risikoversicherung.

FLOWLOGIC-Fazit

FLOWLOGIC hält Wassergehalt dauerhaft unter 10 ppm — weit unter dem IEC-Grenzwert von 30 ppm. Partikel unter 1 µm werden kontinuierlich entfernt: ISO 4406 Klasse wird automatisch eingehalten. TAN-Anstieg wird durch Wasserentzug verlangsamt: H₂SO₄- und HNO₃-Bildung entfällt. Das Ergebnis: Norm-Konformität ohne manuelle Eingriffe. Betriebssicherheit als Dauerzustand — nicht als Reaktion auf einen Messwert.

Und wer einen Transformator betreibt, betreibt meistens auch Fahrzeuge, Pressen oder Hydraulikanlagen. Dieselbe Lösung. Dieselbe Logik. Noch mehr gespart.

Isolieröl ist ein eigenes Thema — mit eigenen Normen, eigenen Zielgruppen und eigenen Entscheidungswegen. Stadtwerke, Bahnen, Industrieanlagen und Windparks sprechen eine andere Sprache als Fuhrparkleiter.
→ Zur Branchenlösung Isolieröl — vollständige Darstellung für Energie & Industrie


Primärliteratur · Normen · Studien

Quellen & Primärliteratur

Alle auf dieser Seite verwendeten Berechnungen und Aussagen beruhen auf peer-reviewten Studien, industriellen Messreihen, anerkannten Normen oder mathematisch-physikalischen Standardmodellen.

Peer-reviewed · 2025

ZDDP Depletion in Urban Bus Engines

Dini et al. — Nature Scientific Reports, 2025

Nichtlinearer ZDDP-Abbau in städtischen Motoren. Kaltstarts als primärer Depletion-Faktor. Grundlage für W2.

→ Nature Scientific Reports

Industriestudie · SAE

Partikelkontamination und Motorverschleiß

General Motors Corp. — SAE Technical Paper

Zusammenhang zwischen Partikelgröße und Verschleißrate in Motoren. Grundlage für W1.

→ SAE International

Norm · 2021

ISO 4406:2021 — Hydraulic fluid power

International Organization for Standardization

Klassifikation der Ölreinheit nach Partikelkonzentration (4/6/14 µm). Grundlage für W1.

→ ISO.org

Industriemessung · NRCC/STLE

Reichert Wear Test — Sub-Micron Filtration

National Research Council of Canada / STLE

4,5× weniger Verschleißmasse mit FLOWLOGIC. Langzeitmessung 100.000 km Äquivalenz. Grundlage für W5.

Lagerforschung · SKF Group

75 % der Lagerausfälle durch Partikelkontamination

SKF Group — Bearing Failure Analysis

Analyse von Lagerausfällen weltweit. Grundlage für W1.

→ SKF.com

Peer-reviewed · 2015

The Antiwear Action of ZDDP

Barnes & Spikes — Lubricants, 2015

Tribofilm-Bildung durch ZDDP, Mechanismus des Additivabbaus. Grundlage für W2.

Industrie · Castrol

Risiken der Kurzstrecke — Ölprobenanalyse

Castrol / Krafthand — repräsentative Studie

Jede zweite Ölprobe enthält Kondenswasser. Säurebildung und Korrosion bei Kurzstreckenbetrieb. Grundlage für W3.

→ krafthand.de

CFD-Studie · ResearchGate 2013

LDI Erosion in the Inner Wall of a Bent Pipe

Computational Fluid Dynamics Study — ResearchGate

Liquid Droplet Impingement Erosion an Biegungen. Erosionsrate exponentiell zur Aufprallgeschwindigkeit (Exponent bis 10). Grundlage für W4.

→ ResearchGate

Grundlagenphysik

Joukowski-Theorem / Hydraulischer Druckstoß

Joukowski (1900) — Strömungslehre-Standardwerk

ΔP = ρ·c·Δv — Druckschlag bei plötzlicher Strömungsänderung in geschlossenen Leitungen. Grundlage für W4.

→ Wikipedia: Water Hammer

Kavitation

Water Droplet Erosion — Mechanisms

Encyclopedia MDPI / Wikipedia

Rayleigh-Kollaps-Modell. Kavitationsdruck-Spitzen bei Blasenkollaps. Grundlage für W4.

→ Wikipedia: WDE

Hydraulik · Säuren im Öl

Säuren im Öl — Säurezahl und Auswirkungen

CJC Filter — Fachbeitrag

TBN-Verbrauch, Säurebildung im Öl, Korrosionsschutzwirkung. Grundlage für W3.

→ CJC.de

Hydraulik · Kavitation

Kavitation in Hydrauliksystemen: Zerstörung von innen

BF Hydraulik GmbH — Fachbeitrag

Praxisnahe Beschreibung von Kavitationsschäden in Hydraulikkomponenten. Grundlage für W4.

→ bf-hydraulik.com

Verbrennungschemie · 1946

The Oxidation of Nitrogen in Combustion

Ya. B. Zeldovich — Acta Physiochimica URSS, 1946

Zeldovich-Mechanismus: N₂ + O• → NO + N•. NOₓ-Bildung ab 1600 °C. Blow-by-Säurepfad SO₂/NOₓ + H₂O → H₂SO₄/HNO₃. Grundlage für W6.

Grundlagenphysik · 1953

Contact and Rubbing of Flat Surfaces

J.F. Archard — Journal of Applied Physics, 1953

Archard'sches Verschleißgesetz W = k·F·s/H. Verschleißkoeffizient k: 10⁻⁴ (sauber) vs. 10⁻² (Partikel). Quantitative Grundlage für W7.

→ DOI: 10.1063/1.1721448

Norm · IEC 60422 / DIN VDE 0370

Maintenance and Supervision Guide for Insulating Oil in Electrical Equipment

IEC (International Electrotechnical Commission) · DIN VDE 0370

Grenzwerte für Wassergehalt, Durchschlagspannung, TAN und Partikelgehalt in Transformator- und Schaltanlagenölen. Grundlage für W8.

→ IEC.ch

Tribologie · Stribeck 1902

Die wesentlichen Eigenschaften der Gleit- und Rollenlager

R. Stribeck — ZVDI, 1902 · EHD-Erweiterung: Hamrock & Dowson, 1976

Stribeck-Kurve: Übergang Grenz-/Misch-/Hydrodynamischem Regime. h_min ∝ (η₀·U)^0.7. Λ = h_min/Ra als Bewertungsgröße. Grundlage für W7.

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